Integrale Entwicklung

Die integrale Theorie, integrale Weltsicht oder auch integrale Philosophie, ist eine moderne Theorie und Weltanschauung, die von einem ganzheitlichen Ansatz ausgeht, eine umfassende Sicht des Menschen und der Welt im Verbund ("systemisch") betrachtet. Im integralen Denken vereinen sich verschiedene Bereiche natur-, human- und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien mit modernen, östlichen und westlichen Weltsichten, sowie wissenschaftlichem und spirituellem Denken. Auch die Psychologie hat ihre Einseitigkeit zu spüren bekommen, weshalb die neuen Bewegung der Integralen Psychologie (stark auf Ken Wilber bezogen) nun ein Menschenbild einbezieht, in dem Innen- wie Außenwelten gleichermaßen zur Geltung kommen. Unsere heutigen komplexen und globalen Problemlagen können wir - wie es Albert Einstein sinngemäß formulierte - nicht auf derselben Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. Die moderne Wissenschaft bestätigt, was Weisheitslehren schon immer gewusst haben: Weder Dinge noch Ereignisse existieren isoliert voneinander. Hinter der äußeren Erscheinung sind alle Dinge miteinander verbunden, ist alles Teil des Kosmos, der die Form hervorbringt, die dieser Augenblick, das "Hier und Jetzt" annimmt Und über Coaching- , Therapie- und energetische Methoden hinausgehend hilft die uns innewohnende Weisheit des Körpers und Unterbewussten belastende Probleme selbst aufzulösen, indem die spirituelle Bedeutung der Störungen mitberücksichtigt werden. Damit kann neues Bewusstsein im ganzheitlichen Sinn alltagstauglich in unser Leben einziehen. Nach C.G. Jung strebt das Selbst des Menschen nach Ganzwerdung, innerem Wachstum und Bewusstsein. Letzlich ist es das Göttliche in uns, das nach individuellem, höheren Sinn im menschlichen Leben sucht. Alle Menschen besitzen demnach diesen höheren Grad an Weisheit ("innerer Heiler"), der mehrere Dimensionen erfasst und erlernbar ist, d.h. es bedarf nur sich an diesen "wieder zu erinnern". Damit kann eine Krise immer auch als Aufruf zu geistig-seelischer-spiritueller Entwicklung gesehen werden.

Hilfreich ist dieses Methode bei nahezu allen persönlichen Themen (auch als Ergänzung zu einer Therapie), bspw. bei

  • Lebenskrisen

  • Fragen nach "SINN meines Lebens"

  • Mangelnder Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstliebe

  • Beziehungsproblemen (Bedürfnisse und Strukturen)

  • verletzte Weiblich- / Männlichkeit (Sinn und Sinnlichkeit /männliche-weibliche Urbilder)

  • Gefühle von Macht und Ohnmacht, Schuld und Opfer

  • Blockaden

  • Umgang mit Konflikten, Brüchen, Widersprüchen, Machtlosigkeiten, neuen Visionen

  • zur Förderung der Weisheit des Herzens, der Präsenz des Geistes und körperlichen Lebendigkeit

Das integrale Denken ermöglicht uns, den Menschen, aus multidimensionalen Perspektiven zu beleuchten und zu erfassen, da es nicht zielführend wäre, in unserer hochentwickelten Welt bestimmte Aspekte auszublenden. Da einerseits jeder Mensch in zahlreichen Systemen agiert, sei es nun das System Familie, das System eines Unternehmens, einer Organisation oder seiner sozialen Kontakte und der Mensch gleichzeitig mehrere Ebenen umfasst: Körper, Seele, Geist und seine sozialen Kontakte. Somit beinhaltet das integrale Denken auch den systemischen Ansatz - es werden alle Teile des Ganzen betrachtet und zu einem zusammengeführt. Der integrale Ansatz geht somit von der Ganzheit des Menschen aus, das bedeutet, der Mensch ist nicht von seiner (Um-)Welt getrennt, sondern wird als Einheit betrachtet, die zueinander in Beziehung stehen.

 

Das integrale Denken richtet sich nach den Grundbedürfnissen des Menschen: die vollkommene Entfaltung unserer Beziehungen (Grundbedürfnis zu lieben und geliebt zu werden, Anerkennung, etc...) und dem Sinn des eigenen Lebens (Selbstverwirklichung). Letzendlich das "gelebte, erfüllte Leben".

Das gesunde ICH will und braucht Liebe, Anerkennung und Sinnhaftigkeit, um die personalen Lebensaufgaben zu meistern. Ganz-Werdung, ist das Zusammen-Fügen von dem, was verloren wurde.  Nach dem Psychotherapeuten C.G. Jung gibt es un- oder teilbewusste Persönlichkeitsanteile, die häufig verdrängt oder verleugnet werden, weil sie dem Vorstellungsbild des ICH-Bewusstseins von sich selbst entgegenstehen. Mit Schatten sind also psychodynamisch abgespaltene Anteile unserer Psyche gemeint, die von uns verleugnet oder zurückgewiesen werden, weil sie entweder zu negativ oder zu positiv für unser Selbst sind, als dass es damit umgehen könnte, oft auch als das "unterdrückte Unterbewusste" beschrieben. Diese Schatten wirken sich meist in ungesunden und verzerrten Verhaltensweisen aus und benötigen eine große Menge an Energie diese im Unterbewusstsein zu lassen. Energie, die besser für Weiterentwicklung und Wachstum genutzt werden kann. Es gilt diese aus dem Dunkel des Unbewussten ins Licht des Bewusstseins zu holen, durch den Weg der Selbst-Erkenntnis und der Selbst-Verwirklichung.  Es gilt Angst in Zuversicht, Schmerz in Freude und Wut in Liebe zu wandeln. Eine alte schamanische Erkenntnis besagt, dass Ganz-Werdung bzw. Wandlung, sich erst in der bewussten und fühlenden Annahme der sogenannten “Schamanischen Krise” entfaltet, die durchlebte Erfahrung der Polaritäten von Dunkel und Licht. Letztendlich die Würdigung des inneren Heilers in uns, der für uns alle bereit steht, wenn wir unsere Bereitschaft dafür bekunden.

So vielfältig der integrale Ansatz ist, so individuell jeder Mensch ist, so vielfältig sind die Methoden:

Auch hier arbeite ich mit

  • Körperwahrnehmung (energetisches Einfühlen in die Körpersignale, Wahrnehmungs- und Körperübungen, Atemtechniken, Imaginationsreisen, Arbeit mit dem "Inneren Kind" und mit inneren Konflikten u.v.a)

  • Geführte Meditationen, die den Geist mit seinen ständig umherschwirrenden Gedanken zur Ruhe bringen, um in innerer Stille sich öffnen zu können für Einfälle und Einsichten unseres Selbst, auf personaler wie auch transpersonaler Ebene. Es geht darum, die Kraft der Stille zu entdecken, denn in der Stille ist der Ort, an dem wir erahnen, wer wir in der Tiefe sind.

  • Bewusstseinsübungen, Konfliktlösungsmodelle, Aufstellungen, Heilungsritualen

  • Schattenarbeit (Archetypische Muster)

  • Einer ausgewogenen Kombination von Übungen, Gesprächen, Meditationen,  Selbsterfahrungsmethodiken


So effektiv Meditationen sind, gilt hier anzumerken, dass wir durch Traumzustände, emotionale Zustände usw. Antworten auf eigene spezifische Problemstellungen bekommen, also Konflikte und Fragen meines Zustandes des IST, was bereits ziemlich genial ist, ich kann jedoch durch die Betrachtung des eigenen Geistes nicht erkennen, was vielen oder allen Menschen gemeinsam ist, ich sehe lediglich das, was bei mir selbst ist, quasi eine Momentaufnahme der eigenen Themen. Prozessorientierter ist es, das Bewusstsein durch ständiges Üben stufenweise zu entfalten und die Erkenntnisse auf mehreren Ebenen zu betrachten, so wie es Ken Wilber in etwa beschreibt: von auf "mich bezogen" zu "Betrachtung der kausalen Beziehung zwischen Ursache und Wirkung" über die "Leere" zu "alles ist in allem". Dies ist jederzeit im Hier und Jetzt möglich. Nur hier gilt zu beachten, es braucht ziemlich lange (lt. Schätzungen ca. 5 Jahre), um sich zur nächsthöheren Stufe des Bewusstseins zu entwickeln, weil dies eine sehr komplexe Entwicklungsaufgabe ist. Deshalb gibt es eine weitere sehr effektive Methode, die Schattenarbeit. Verdeutlicht an einem Traum mit einem angsteinflössenden Monster bedeutet das, dass mir nach dem Aufwachen bewusst ist: "Ich kann mit meiner Angst umgehen, ich werde meine Angst nicht unterdrücken, sondern jetzt fühlend erleben, ich werde meine Angst, in ihre entsprechende, tieferliegende Weisheit verwandeln ...". Meine Aufgabe ist, mit dem Monster, als in Wahrheit eigener projizierter Schatten in Kontakt zu treten, mit ihm zu reden: „Hey, was verbirgt sich hinter dir?“. Im Prozess beginnt man daher sich das Monster anzuschauen, um dadurch in den Kontakt, mit der meist hinter der Angst liegenden, eigenen grassen Wut zu treten. Es ist also nicht Angst, sondern Wut, zu welcher der Kontakt verloren ging. Es geht auch hier um Wandelung Angst in Zuversicht und Wut in Liebe. Jede weitere Betrachtung der Angst ist eine weitere Abspaltung und Dissoziation der wahren Emotion dahinter, eine weitere Abspaltung des grundlegenden Aspekts des Selbst. Damit wird klar, weshalb es heißt, dass uns der Schatten den Weg der Erkenntnis zeigt.

 

 

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© 2018 by Jutta Grocholski, Heilpraktikerin Psychotherapie, Praxis für systemische Psychotherapie & integrale Entwicklung