Psychotherapie

Für viele Menschen wirft eine psychische Erkrankung viele unbeantwortete Fragen auf.

Warum ICH? Wie wird "Krankheitswert" definiert? Benötige ich eine Psychotherapie?

 

Unter dem Begriff Psychotherapie wird die Heilung oder Linderung seelischer Probleme mit Hilfe wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren verstanden. Dabei werden psychische Beeinträchtigungen des Fühlens, Denkens, Handelns und Erlebens, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen therapiert. Psychotherapie ist damit die gezielte Behandlung psychischer Leiden mit Krankheitswert. Dazu zählen Depressionen und Ängste (als die häufigsten psychischen Erkrankungen), Zwänge, Traumata, psychosomatische Erkrankungen und viele mehr.

Erschreckt, erbost, gekränkt, verbittert ist jeder mal - ob in Familie, Partnerschaft, im Betrieb, durch Erleben eines belastenden Lebensereignisses oder eine besondere Veränderung im Leben, die zu einer anhaltend unangenehmen Situation geführt hat. Nicht jedes von uns als negativ empfundene Gefühl, Verhalten oder Empfinden muss gleich wegtherapiert werden. Angst schützt uns vor Gefahren. Innehalten bringt uns unseren inneren Wünschen näher. Trauer und Liebeskummer sind unvermeidlicher Bestandteil des Lebens, helfen uns beim Verarbeitungsprozess.

Es gibt leider keinen Messwert für seelische Probleme, wie bei den meisten körperlichen Beschwerden. Ein erstes Anzeichen für eine psychische Erkrankung ist jedoch, falls Symptome und Gefühle anhalten, die damit verbundenen Gedanken und Handlungen so übermächtig werden, dass sie den Alltag vollkommen bestimmen, der Leidensdruck unerträglich wird. Infolge dieses Zustandes wird oft ein Kreislauf ausgelöst, der jedes Überwinden erschwert  Neben der Stimmung sinkt auch der Antrieb, sozialer und emotionaler Rückzug ("sich zurück ziehen"), Zeichen massiver Ängste und depressiver Zustände, Freudlosigkeit, Psychosomatische Beschwerden, Blockaden, Verhaltensstörungen, Erleben von Hilflosigkeit und ausgebrannt sein sowie anderer negativer Gefühle sind die Folge. Erschwerend kommt hinzu, dass die Betroffenen häufig, trotz Leidensdruck, jede aktive Auseinandersetzung mit ihrer Situation verweigern, sich gegen Hilfe von außen wehren. Das Spektrum seelischer Abwehrmechanismen ist weit gespannt. Es reicht von alltäglichem Verdrängen, Extremverhalten, zeitweiligem Realitätsverlust bis hin zu dem Gebrauch schädlicher, abhängig machender Substanzen sowie der Chronifizierung schwerwiegender psychischer Erkrankungen. Das eigene Leben und das Leben von nahe stehenden Personen wird schwer beeinträchtigt. Oftmals verbergen sich hinter dem Leiden des Alltags, neben den bewusst erlebten belastenden Ereignissen, häufig sehr frühe Verletzungen oder überwältigende Erlebnisse, die eine sehr starke Ohnmacht ausgelöst haben. Selbst wenn wir uns an diese gar nicht mehr erinnern, arbeiten diese im Verborgenen weiter und sind daher selten nur durch "darüber reden" aufzulösen.

Ich bin der Überzeugung, dass nur das was im Inneren erkannt, gelöst und verwandelt wurde, dauerhaft zu einer selbstverständlichen Integration im Alltag, zu „Ganzwerden“ (Heilung) führt, "wie innen, so aussen". Um ein einfaches Beispiel zu nehmen, gilt es bei einer Begegnung mit einem Monster in einem angsterfüllten Traum zu erkennen, dass sich hinter der Angst eine verdrängte Wut verbirgt. Es gilt hier Angst in Zuversicht und Wut in Liebe zu wandeln. Das fordert in der psychologischen Arbeit dazu heraus, auf den Grundebenen menschlichen Seins kompetent und inspirierend zu wirken-  im physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Bereich -, um dem Spektrum des Bewusstseins in seiner Vielschichtigkeit und Heilkraft gerecht zu werden.

Meiner Meinung nach können Psychologie (eigentlich Wissenschaft der Seele, wie die Psyche früher auch bezeichnet wurde), Spiritualität sowie integrale Theorie und Praxis als Verwandte betrachtet werden, die sich alle der Erforschung der Innerlichkeit verschrieben haben, und uns heute unverzichtbare theoretische Erkenntnisse wie auch praktische Methoden liefern, um uns selbst, andere und die Welt von innen her erkennen, verstehen und erfahren zu können. Jegliches Verstehen, so könnte man sagen, beginnt bei uns selbst. Wenn wir uns selbst nicht verstehen, wie wollen wir dann andere verstehen, oder gar die Welt als Ganzes? Es bedarf einer gleichwertigen Betonung des Ich, des Du und des Es. Eine zu große Betonung des „Ich“ ist narzisstisch – eine „männliche“ Gefährdung, eine zu große Betonung des „Du“ kann zu einer Verschmelzung führen, zu einem Sich-Verlieren in Anderen, eine „weibliche“ Gefährdung, eine Überbetonung des „Es“ führt zu einer Dissoziation, einem allgemeinen Verlust von Innerlichkeit. Für dieses Erkennen, Lösen und Wandeln bedarf es einer therapeutischen Haltung in Liebe und Achtsamkeit.

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Viele haben Angst vor den Vorurteilen anderer und auch vor sich selbst bzw. denken sie seien „verrückt“, wenn sie Psychotherapie zur Unterstützung hinzuziehen. Ganz im Gegenteil! Der erste Schritt ist zur Veränderung ist getan. Ich unterstütze Sie gerne hilfreich dabei!

 

Für den Behandlungserfolg ist es sehr wichtig, dass Sie selbst aktiv mitarbeiten, vor allem an sich selbst.

In diesen Fällen bin ich gerne für Sie da.

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© 2018 by Jutta Grocholski, Heilpraktikerin Psychotherapie, Praxis für systemische Psychotherapie & integrale Entwicklung